Was ist Homöopathie und wie wirkt sie?
Ziel der Homöopathie ist es, die Selbstheilungskräfte des Körpers mithilfe natürlicher Substanzen aus Pflanzen, Mineralien oder anderen Quellen sanft anzuregen und das Immunsystem in seiner natürlichen Schutzfunktion zu unterstützen. So kann der Körper seine eigenen Abwehr- und Regulationsmechanismen wieder aufnehmen und stärken.
Das Grundprinzip der Homöopathie geht auf Dr. Samuel Hahnemann zurück. Es lautet: „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“. Das bedeutet: Eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen bestimmte Beschwerden hervorrufen kann, wird in stark verdünnter Form eingesetzt, um ähnliche Beschwerden bei einem kranken Menschen zu lindern.
Da der Körper auf fein regulierter Ebene arbeitet, sind die richtige Auswahl und Dosierung entscheidend. Eine fachkundige Begleitung stellt sicher, dass die homöopathischen Mittel gezielt eingesetzt werden, denn auch ohne klassische Nebenwirkungen im schulmedizinischen Sinne kann eine unsachgemäße Anwendung die körpereigenen, fein regulierten Systeme aus dem Gleichgewicht bringen.
Ausgewählte Wirkstoffe und ihre Anwendungsgebiete
Grundsätzlich kann die Homöopathie unterstützend bei sehr vielen sowohl akuten als auch chronischen Erkrankungen eingesetzt werden, z.B. Migräne, Heuschnupfen, Neurodermitis, Asthma, Psoriasis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Burnout, Depression und vielen anderen Erkrankungen der heutigen Zeit.
Okoubaka
Westafrikanischer Urwaldbaum
Tropische Pflanze, deren Samen traditionell als Ausgangsstoff dienen und z. B. bei Herz-Kreislauf-Beschwerden Verwendung finden.
Belladonna
Tollkirsche
Heilpflanze, die in der Homöopathie häufig bei plötzlich auftretenden, entzündlichen Beschwerden wie Fieber oder Schmerzen verwendet wird.
Apis mellifica
Honigbiene
Homöopathisches Mittel aus der Honigbiene, potenziert eingesetzt, z. B. bei Schwellungen, entzündlichen Beschwerden oder allergieähnlichen Reaktionen.
Veratrum album
Weißer Germer
Alpine Pflanze mit stark wirksamen Inhaltsstoffen, die homöopathisch u. a. bei Kreislaufbeschwerden oder Erschöpfungszuständen eingesetzt wird.
Arnica
Bergwohlverleih
Alpine Pflanze mit leuchtend gelben Blüten, die in der Homöopathie potenziert eingesetzt wird. Sie wird traditionell verwendet, um die Selbstheilungskräfte des Körpers bei Verletzungen, Prellungen, Muskel- oder Gelenkbeschwerden sanft zu unterstützen.
Pulsatilla
Kuhschelle
Zarte Wiesenpflanze, die in der Homöopathie häufig bei hormonell beeinflussten Beschwerden oder Erkältungen eingesetzt wird.
Rhus toxicodendron
Giftsumach
Bekannt für seine reizenden Eigenschaften, wird er potenziert z. B. bei Beschwerden des Bewegungsapparates oder Hautreaktionen verwendet.
Nux vomica
Samen des Brechnussbaumes
Die Samen dieses tropischen Baumes werden homöopathisch z. B. bei Verdauungsbeschwerden, Stress oder Reizbarkeit angewendet.
Cantharis
Spanische Fliege
Ein Käfer mit intensiv wirkenden Substanzen, der in potenzierter Form u. a. bei Reizzuständen der Haut oder Schleimhäute eingesetzt wird.
Arsenicum album
Weißer Arsenik
Aus mineralischem Arsen gewonnen und in potenzierter Form eingesetzt, z. B. bei Unruhezuständen, Erschöpfung oder Magen-Darm-Beschwerden.
»Similia similibus curentur«
»Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden«
– das Grundprinzip der Homöopathie
Homöopathie nach Hahnemann
Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843), Professor der Chirurgie und Begründer der Homöopathie, vertrat die Auffassung, dass Krankheitszustände nicht durch Gegensätzliches, sondern durch Ähnliches geheilt werden können.
Es gelang ihm zu zeigen, dass genau die Substanz, die in der Lage ist, Krankheitszeichen hervorzurufen, in einer anderen – besonders zubereiteten und verdünnten – Form auch in der Lage ist, genau diese Krankheitssymptome zu beheben.
»Wähle, um sanft, schnell, gewiß und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfalle eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, als sie heilen soll.«
Weitere Infos unter www.dzvhae.de